. .

(Diese Seite wird zur Zeit überarbeitet.)

Therapie-Ansatz bei Panik- und Angststörungen
und körperlicher Symptomatik (ohne medizinischen Befund)

(Auszug aus publiziertem Vortrag)
... Nur selten sind doch klare Kausalitäten für die Erstauslösung beispielsweise einer Angststörung auszumachen.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse bieten zwar eine plausible lerntheoretische Erklärung für den Angst- oder Panik-Aufschaukelungsprozess  n a c h  dem ersten attackenartigen Überfall - und da setzen ja auch die symptomkonzentrierten Standardverfahren an,

aber warum es überhaupt zu dieser völlig unerwarteten, extremen Körperreaktion kommt,

  • w a r u m  es beispielsweise bei dieser „ungestressten“, sturköpfigen Einzelgängerin zur ersten Panikattacke 2 Wochen nach dem Tod des Großvaters kommt,
  • w a r u m  es bei dem beziehungslosen Manager ganz plötzlich während einer seiner typischen Geschäftsfahrten zur Extremangst mit polizeilichem Abschleppen auf der Autobahnbrücke kommt,
  • w a r u m  es bei der anankastischen Lehrerin, am Pult sitzend, ganz plötzlich zu einer extremen Schwindelattacke kommt,

dafür werden wir von den „Symptomtherapeuten“ keine zufriedenstellende Antworten bekommen.

Aber setzt nicht gerade da unsere psychologische Aufgabe an, an den Ursachen, nicht an den Folgen?

Liegt nicht (für psychologische Psychotherapie) unsere komplementäre Funktion zur Medizin darin, Symptome etwa als Ausdruck einer ganz spezifischen psychischen Krise zu identifizieren und dann dort therapeutisch, nicht aber bei den Symptomen selbst, anzusetzen?

 Also lassen wir uns auf die beschriebene kausal-analytische Arbeit ein, so werden wir bei einiger Übung in den meisten Fällen feststellen, dass die Symptomblüte auf einem fruchtbaren Problemfeld wächst und sich nicht „aus heiterem Himmel“, sondern allenfalls aus „anhaltendem Tief“ ereignet.

Häufig erkennen wir, dass sich Symptome gerade dann aufbauen, wenn die Schere zwischen den tieferliegenden Bedürfnissen, Sehnsüchten, eigentlichen Lebensvorstellungen der Person und ihrer tatsächlich gelebten Lebenspraxis so stark auseinandergeht, dass ein Krisenpunkt erreicht ist. Dieses Auseinanderklaffen eines bedürfnis-entsprechenden Lebens, das mit Zufriedenheit und Wohlbefinden einherginge und dem konkret geführten Leben des Betroffenen, das durch Zwangslagen, Inkonsequenzen und Vermeidung schließlich unveränderbar erscheint, möchte ich als „Festgefahren in einer psychologischen Sackgasse“ bezeichnen. Dies ist natürlich nur eine Möglichkeit von „Grundsatzproblematiken“, die Symptome hervorbringen... mehr